{"id":954,"date":"2021-05-22T17:43:36","date_gmt":"2021-05-22T15:43:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ifz-international.de\/?page_id=954"},"modified":"2021-05-23T14:07:58","modified_gmt":"2021-05-23T12:07:58","slug":"samira-el-ouassil-erfolg-durch-schmerz-gewinn-durch-gewalt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ifz-international.de\/?page_id=954","title":{"rendered":"Samira El Ouassil: Erfolg durch Schmerz \u2013 Gewinn durch Gewalt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.ifz-international.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_motivation_schmerz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-876\" srcset=\"https:\/\/www.ifz-international.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_motivation_schmerz.jpg 800w, https:\/\/www.ifz-international.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_motivation_schmerz-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.ifz-international.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_motivation_schmerz-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ifz-international.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_motivation_schmerz-768x768.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#ffffff\" class=\"has-inline-color\">\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Band II der Anthologie:<strong> <\/strong><em>Motivation durch Negation. Eine Anthologie der Angst in drei B\u00e4nden.<\/em><br><br>Mit diesem Band wird eine hermeneutische Tour d\u2019horizon durch ethisch-\u00e4sthetische Aspekte und Fragen soziokultureller Wahrnehmung von Schmerz als probatem Mittel zu Disziplinierung und Aus\u00fcbung von Macht im Alltag vorgelegt. Beispielhaft wird hierbei der Erfolg des Weltbestsellers <em>Fifty Shades of Grey<\/em> von E. L. James als Ausdruck der Konsensf\u00e4higkeit von Schmerzen innerhalb der Partnerschaft zur \u00dcberbr\u00fcckung zwischengeschlechtlicher Differenzen hinterfragt. In dieser Hinsicht m\u00f6chte <em>Erfolg durch Schmerz<\/em> jedoch nicht als postfeministisches Erzeugnis begriffen werden.<br><br>Die Autorin Samira El Ouassil m\u00f6chte Gewalt wieder als elementares Erlebnis der zwischenmenschlichen Kommunikation fass- und nutzbar machen. Das erlaubt sich nicht \u00fcberall so leicht wie im Roman <em>Fifty Shades of Grey<\/em>, welcher bei aller Gewichtigkeit eben auch jene gef\u00e4lligen Prim\u00e4rreize aussendet, die eine rein ornamental-narrative und nicht tiefer sch\u00fcrfende Aneignung einfach machen, weshalb El Ouassil ebenso exemplarisch die Werke gotischer Meister heranzieht aus denen in der dargestellten Gewalt der Kreuzigung Christi stets auch \u201eein geradezu r\u00fchrendes, positives inneres Sicherheitsgef\u00fchl\u201d spricht. In den Schlu\u00dfkapiteln greift sie in heiterer Gelassenheit die Rehabilitierung des Marquis de Sades durch Foucault auf und belegt mit geradezu bestechender Logik, dass Folter zwar ein Ausdruck von entfesselter Brutalit\u00e4t sei, jedoch nie \u00fcber die Grenzen der Menschlichkeit hinausgehen k\u00f6nne, da die Entfesselung stets eine Berechnete ist. \u201eWenn \u00fcberhaupt ist Gewalt durch Folter\u201c, so El Ouassil in ihrem vers\u00f6hnlichen Fazit, \u201enur disziplinierte&nbsp; Unmenschlichkeit.\u201c (Vgl. Horkheimers und Adornos <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em> und den \u201eVerstand ohne Leitung eines anderen\u201c, das von der Bevormundung befreite b\u00fcrgerliche Subjekt).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Erscheinen 2023.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026 Band II der Anthologie: Motivation durch Negation. Eine Anthologie der Angst in drei B\u00e4nden. 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